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Videobericht über Lukas Maurer an der Isle of Man TT

Die Tourist Trophy auf der Isle of Man gilt als das gefährlichste Rennen der Welt. Mittendrin in diesem Jahr auch ein Schweizer: der Berner Lukas Maurer (25). Er gibt zu: «Ja, ich habe auch Angst!»

Die Liste ist lang. Sehr lang. Auf Wikipedia sind sie alle fein säuberlich eingetragen. Alle 273 Rennfahrer, die bis heute auf der Isle of Man ihr Leben gelassen haben. «Ja, ich habe mir diese ­
Liste auch schon an­geschaut», gesteht ­Lukas Maurer (25).

Der Berner startet in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Isle of Man. Die sogenannte Tourist Trophy gilt als das tödlichste Motorradrennen der Welt. Gefahren wird während zwei Wochen (Trainings und Rennen in diversen Klassen) auf ganz normalen Landstrassen und über einen Berg. Pro Austragung gibt es im Schnitt gegen drei Tote. Das letzte Jahr ohne einen einzigen tödlichen Unfall? 2001!

Warum nur tut sich ein junger Mann das an? «Diese Frage wird mir oft gestellt. Die Tourist Trophy übt auf mich einen unglaublichen Reiz aus. Es ist das ultimative Rennen. Auf der schnellsten, schwierigsten und gefährlichsten Rennstrecke der Welt.»

Seit 2010 träumt Maurer 
von einem Start auf der Insel. «Damals sah ich auf Youtube per Zufall ein Video davon. Ich war sofort fasziniert.» So fasziniert, dass er sich wenig später seine erste Rennmaschine kaufte. Jetzt, neun Jahre später, soll sein Traum endlich wahr werden.

Wer dort starten will, muss aber viel Zeit und Geld («mein ganzes Erspartes geht drauf») investieren. «Ich musste in den letzten Monaten dreimal auf die Isle of Man ­reisen und mehrmals mit einem Instruktor im Mietauto die über 60 Kilometer lange Strecke ­abfahren», erklärt Maurer. «Danach muss man eine Prüfung ablegen und beweisen, dass man jede der 260 Kurven auswendig kennt.»

Die Kurven auswendig kennen – das ist auf der Isle of Man wortwörtlich überlebenswichtig. Denn dort, wo sich auf normalen Rennstrecken die Auslaufzonen befinden, hats bei der Tourist Trophy Mauern, Gärten, Brücken oder ungesicherte Abhänge. «Die Ideallinie um zehn Zentimeter zu verfehlen, kann den Weg ins Jenseits bedeuten», erklärte einst der deutsche Töfffahrer Siegfried Schauzu treffend.

Töff-Virus in der Familie

Die Angst fährt deshalb auch beim gelernten Töffmechaniker und heutigen Bürolisten mit. «Würde ich das leugnen, wäre ich nicht ganz ehrlich. Wenn man mit 340 km/h Richtung Wand fährt, hat man Angst. Das ist aber auch gut so, dann übernimmt man sich nicht.»

Dass es Maurer so weit geschafft hat, liegt wohl auch in den Genen. Schon sein Vater, der früh an Krebs starb, war ein Racer. «Mein älterer Bruder Marcel und ich sind auf dem Rennplatz aufgewachsen. Wir beide fuhren als Kinder schon Seifenkistenrennen und gewannen alles, was es zu gewinnen gibt.»

2011 lernte Lukas aber auch die Schattenseite seiner Leidenschaft kennen. Bei der SM in Dijon wurde er von einem Gegner gerammt und crashte kopfvoran in die Wand. «Mir hatte es die Halsmuskulatur komplett abgetrennt. Der Arzt meinte damals, dass ich auch hätte gelähmt sein können. Das war wirklich knapp.»

Deshalb die Karriere beenden – für Maurer, der auf der Isle of Man von ­seiner Mutter Katharina begleitet wird, keine Option. «Unfälle gehören in unserem Sport einfach dazu.» Deshalb fürchtet er sich jetzt auch nicht besonders stark vor der ­gefährlichsten Rennstrecke der Welt. «Es kann dich überall ­erwischen!»

Die Tourist Trophy verwandelt die Isle of Man, die sich zwischen England und Irland befindet, während zwei Wochen in einen Ausnahmezustand. Die Trainings beginnen am 25. Mai. Maurer wird mit seiner Kawasaki in zwei Klassen an den Start gehen: Superbike (Rennen am 1. und 7. Juni) und Superstock (3. Juni).

 

 

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